Tag 05 – 04.04.2017 Sequoia & Kings Canyon National Park

Mann, wie die Zeit vergeht. Schon der 5. Tag.

Der Jetlag hält noch an. Ab 3 Uhr bin ich immer mal wieder munter geworden. Konnte aber bis 5 Uhr weiterschlafen.
Da ich den Reisebericht gestern schon um 21 Uhr fertig hatte, bin ich da direkt ins Bett. Und hatte so annähernd 8 Stunden schlafähnlichen Zustand.
Komisch, letztes Jahr war das Thema nach 2 Tagen durch. Hoffentlich ist das bei der Heimreise nicht auch so lange…

Heute sollte es etwas ruhiger werden. Es ging in den Sequoia National Park.
Ich schaute mir nochmal die Route an. Es sollte bei 4h Netto-Fahrzeit machbar sein, den Sequoia und Kings Canyon zu besuchen. Also in Ruhe fertig gemacht und um 7 Uhr beim Continental Breakfast in der Lobby aufgeschlagen.
Das, was da war, hat soweit geschmeckt. Naja, was kann man bei Zucker in verschiedenen Formen schon falsch machen? 😉

Wir schnorrten an der Rezeption noch 2 Kissen für Grit und gaben nochmal zu meiner Amazon Lieferung Bescheid.

Anschließend machten wir uns in Ruhe auf den Weg. Die Fahrt dauerte knapp 1,5 Stunden.
Der Eintritt zum Park kostete hier auch pro Tag $30, damit fängt morgen der Annual Pass an, sich zu rechnen.

Der erste Weg führte zum Visitor Center. Erstens wollte Grit ihre Medaillen-Sammlung der National Parks vervollständigen, zweitens fragte ich, was die Ranger so zur 1-Tages Planung empfehlen.
Erstes war nur teilweise erfolgreich, es gab nur Medaillen für den Kings Canyon, nicht Sequoia. Zweites war ermutigend: wir sollten zum Giant Forest Museum, dann weiter zum General Sherman Tree, den größten Baum der Welt, was die Masse an Holz angeht. Als nächstes im Lodgepole Market Center zum Mittag. Danach in den Kings Canyon National Park in das Visitor Center im Grant Grove Village.
Zuletzt dann zum General Grant Tree. Das ist der zweitgrößte Baum der Welt.

Die Fahrt dauerte fast 45 Minuten bis zum Museum – es geht durch viele starke Serpentinen hoch auf 1800m. Da fährt man nicht mehr als 15mph – etwa 25km/h.

Das Museum war recht interessant. Außerdem gab es schon am Parkplatz die ersten Mammut Bäume zu sehen. Wenn man neben so einem Riesen steht, der über 3000 Jahre alt werden kann, dann wird man selber plötzlich ganz klein. Das maximale Alter der Bäume ist derzeit übrigens nicht bekannt.

Wir fuhren weiter zum General Sherman Tree. Der Trail war nur 0,7 Meilen lang, also knapp 1km. Ging aber steil nach unten. Runter war das kein Thema. Rückwärts musste man auf 1800m aber etwas langsamer machen.
Der Baum selbst war imposant. Auch wenn die Absperrung ihn nur mit 10m Entfernung bewundern lässt. Der Baum ist etwa 2200 Jahre alt. Unglaublich, wie viele Waldbrände der schon überstanden haben muss. Es sind in Bodennähe immer noch Brandspuren sichtbar.
Der obere Teil ist mittlerweile abgestorben, der Baum selbst wächst aber jedes Jahr so viel in die Breite, dass aus der Holzmenge ein 20m hoher, gewöhnlicher Baum entstehen könnte.
Nachdem wir uns die Gegend etwas angeschaut hatten, liefen wir in aller Ruhe wieder nach oben zum Parkplatz und fuhren zum Lodgepole Market zum Mittag.
Auch hier hatten die im Souvenir Shop die Medaille nicht.

Nach dem Essen ging es weiter zum Visitor Center vom Kings Canyon. Die Fahrt dauerte wieder etwa 45 Minuten. Auf der Höhe lag viel Schnee. Einiges höher als die Fahrzeuge. Das ist beeindruckend. So viel Schnee möchte ich nicht zu Hause räumen.

Im Visitor Center waren die Medaillen auch ausverkauft – bis auf das Muster unter dem Ladentisch. Das wurde dann direkt gekauft. Ich bekam übrigens den Tipp im ersten Visitor Center, die Medaille online im Shop zu kaufen – selbst da ist sie ausverkauft.

Nun ging es noch zum Abschluss zum Grant Tree. Auch das bereuten wir nicht. Es war beeindruckend. Es gibt dort einen Baum (The Fallen Monarch), der etwa 1000 Jahre alt ist und umgefallen ist – niemand weiß, wann das war. Er ist innen Hohl und bot schon 1900 den ersten Besuchern der Region Unterschlupf. Wir konnten den Stamm innen bis zum oberen Rest einfach durch laufen.

Alles in allem, hat uns der Besuch dieser 2 Parks besser gefallen, als wir je gedacht hätten.

Es war jetzt 16:45 Uhr und wir machten uns wieder auf den Rückweg nach Visalia.
Kurz nach 18 Uhr kamen wir an. Ich konnte endlich meinen GPS Tracker entgegen nehmen.
Ich hatte den alle Jahre dabei und jetzt, nachdem der alte weg war, den Verlust erst richtig realisiert. Mit all den Aufzeichnungen, die heute Apps usw. bieten, war das Geotaggen der Fotos eine Katastrophe. Ab morgen gibt’s dann wieder die zurückgelegte Route auf der Homepage.
Ob es morgen ein Update gibt, kann ich noch nicht sagen.
Es steht Death Valley an, wo ich keinen Mobilfunk habe – evtl. gibt’s WLAN.


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